"merken sie sich das gefühl!" oder warum der prinz nicht schauspieler wurde oder home was hell
schauspieler merken sich gefühle, um sie an passender stelle (bühne, kamera, ehekrach) wieder hervorzuholen.
der prinz hingegen pflegt emotionen, zumindest unangenehme, möglichst rasch zu vergessen. bis sie wieder durch unfreiwillige regressionstherapie aktiviert werden. wie zum beispiel letzte woche. und das kam so:
der fantastische neue job hat ein winziges zeitweiliges häkchen: er ist in frankfurt am main, der stadt der prinzlichen kindheit und jugend. schon damals war klar, dass der prinz mehr aus der alten stadt auszog als er nach berlin hinzog: the relationship to his mother and stepfather was, to put it mildly, slightly strained back then.
nach achtzehn jahren hat sich das verhältnis weitgehend normalisiert, doch eine (unausgesprochene) regel blieb bestehen: nie mehr als 48 stunden kontakt.
die prinzliche zweitwohnung ist, so ergab sich eine woche vor beginn des neuen jobs, erst im dezember bezugsbereit. kurzerhand hieß dies: wohnen bei muttern. wie damals. und nun nehme man noch den umstand hinzu, dass des prinzens alte schule in unmittelbarer nachbarschaft seines neuen büros liegt. mithin 45 minuten alter schulweg, und zwar zu einer tageszeit, die der damaligen ebenfalls entspricht, liegen nun täglich vor ihm.
in kombination mit noch nicht überwundenen jetlag, einem leicht höheren emotionalisierungsniveau durch die beerdigung und dem vortrag der grabesrede den tag zuvor, und, stupid me, mit annie lennox im ohr, können sie sich, werte leserschaft, ggf. in umrissen ausmalen, welchen emotional flashback der prinz am tag seines jobbeginns durch… ja, sagen wir es ruhig: durchlitt. i'm telling you: feelings you thought you'd never have again. suddenly 17 again. but not in the good way.
(es ist besser, wenn sie bill murray nicht mögen. wenn sie einerseits dem impuls haben, das video stoppen zu müssen, das audio sie aber in bann hält, dann ist das die naheliegenste youtube-simulation der prinzlichen emotionalen zeitreise.)
sein ihm sehr nahe stehender bruder meinte kürzlich: wäre es nicht schade, wenn die eltern das haus verkaufen würden?
und der prinz dachte bei sich: und wenn die hütte morgen in flammen stünde – der prinz legte noch einen scheit drauf.
aber des bruders sentiment hatte auch was tröstliches: es ist schön zu wissen, dass er eine erinnerungswürdigere kindheit und jugend hatte als der prinz.
der prinz hingegen pflegt emotionen, zumindest unangenehme, möglichst rasch zu vergessen. bis sie wieder durch unfreiwillige regressionstherapie aktiviert werden. wie zum beispiel letzte woche. und das kam so:
der fantastische neue job hat ein winziges zeitweiliges häkchen: er ist in frankfurt am main, der stadt der prinzlichen kindheit und jugend. schon damals war klar, dass der prinz mehr aus der alten stadt auszog als er nach berlin hinzog: the relationship to his mother and stepfather was, to put it mildly, slightly strained back then.
nach achtzehn jahren hat sich das verhältnis weitgehend normalisiert, doch eine (unausgesprochene) regel blieb bestehen: nie mehr als 48 stunden kontakt.
die prinzliche zweitwohnung ist, so ergab sich eine woche vor beginn des neuen jobs, erst im dezember bezugsbereit. kurzerhand hieß dies: wohnen bei muttern. wie damals. und nun nehme man noch den umstand hinzu, dass des prinzens alte schule in unmittelbarer nachbarschaft seines neuen büros liegt. mithin 45 minuten alter schulweg, und zwar zu einer tageszeit, die der damaligen ebenfalls entspricht, liegen nun täglich vor ihm.
in kombination mit noch nicht überwundenen jetlag, einem leicht höheren emotionalisierungsniveau durch die beerdigung und dem vortrag der grabesrede den tag zuvor, und, stupid me, mit annie lennox im ohr, können sie sich, werte leserschaft, ggf. in umrissen ausmalen, welchen emotional flashback der prinz am tag seines jobbeginns durch… ja, sagen wir es ruhig: durchlitt. i'm telling you: feelings you thought you'd never have again. suddenly 17 again. but not in the good way.
(es ist besser, wenn sie bill murray nicht mögen. wenn sie einerseits dem impuls haben, das video stoppen zu müssen, das audio sie aber in bann hält, dann ist das die naheliegenste youtube-simulation der prinzlichen emotionalen zeitreise.)
sein ihm sehr nahe stehender bruder meinte kürzlich: wäre es nicht schade, wenn die eltern das haus verkaufen würden?
und der prinz dachte bei sich: und wenn die hütte morgen in flammen stünde – der prinz legte noch einen scheit drauf.
aber des bruders sentiment hatte auch was tröstliches: es ist schön zu wissen, dass er eine erinnerungswürdigere kindheit und jugend hatte als der prinz.
raketenprinz - 9. Nov, 21:27
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