in grauer vorzeit vor der erfindung der mobilen fernsprechendgeräte, so zur zeit, als fernschreiber totschick waren und noch mit thermopapier gefüttert werden wollten, bewohnte der prinz eine
wohngemeinschaft. glanzstück der wohngemeinschaft – neben gadhafi – war ein anrufbeantworter. von panasonic. ebenso wie später nokiahandies war das the brand of choice. man konnte einfach nicht einen anrufbeantworter besitzen, der
nicht von panasonic war. und ebenso wie nokiahandies hatten panasonicanrufbeantworter eine macke: sie gingen exakt drei monate nach ablauf der garantie kaputt. bei panasonicanrufbeantwortern schieden entweder der motor oder aufnahmekopf für die aufnahme- oder ansagemicrokasette dahin oder bei späteren modellen der aufnahme- oder ansagemicrochip. (bei nokiahandies war es das display.)
nachdem der prinz so vier dieser panasonicanrufbeantworter in drei jahren verbraucht hatte, legte er einen feierlichen eid ab: nie wieder panasonic. kaufte fremd und siehe da: der loeweanrufbeantworter hielt und hielt und hielt. und hätte der prinz nicht irgendwann vollends auf mobile fernsprechendgeräte umgestellt, dann würde er wohl auch heute noch laufen.
fastforward:
der prinz wohnt wieder in einer gemeinschaft, und über eine sehr großzügige schenkung, an der ehedem sein jetziges gemeinschaftsmitglied nicht unbeteiligt war, hatte eine drumrumbeschallungsanlage für gesteigerten filmgenuss einzug in die hütte gefunden. der prinz freute sich wahrlich sehr. und ignorierte einfach die provinienz der anlage, welche mit p begann.
der verstärker dieses ensembles musste schon drei monate nach einzug wieder beim mutterschiff andocken, ging auf der reise dorthin fast verloren und konnte nur unter androhung rechtlicher und öffentlichkeitswirksamer schritte wieder den klauen der mutter entrissen werden. dan lief das gerät einstweilen gut.
zu jahresanfang fiel es wieder aus, ging wieder an das mutterschiff (wobei die annahmestelle zwischenzeitlich bankrott angemeldet hatte und das gerät einstweilen in der konkursmasse verschwunden war und wiederum nur unter mühen dieser wieder entrissen werden konnte) und fand dann, schlussendlich repariert, vor vier wochen wieder nach hause. um dort pflichtschuldigst wieder seinen dienst zu verrichten. bis letzte woche.
das beruhigende: es gibt konstanten im leben. und bei eiden zu bleiben ist nicht stur, sondern weise.